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Altes Handwerk, Bräuche und Rituale

Was heute gang und gäbe ist, kann morgen schon veraltet und übermorgen (fast) vergessen sein. So ist es auch mit den Fertigkeiten und Bräuchen, die in Interviews zur Sprache kommen. Von Generation zu Generation weiter­gegebenes Wissen aus Haushalt und Handwerk hat mit der Mechanisierung und Automatisierung seine Bedeutung verloren und ist nur mehr einem kleinen Kreis von Traditionalisten bekannt.

Das Aufbahren von Toten in der eigenen Schlafkammer  über Jahrhunderte im ländlichen Bereich üblich  ist heute undenkbar, da gesetzlich verboten.

Und die Riten der Dorfgemeinschaft, vom "Brautstehlen" bei Hochzeiten über das "Firstfahren" beim Hausbau bis zur "Zehrung" beim Begräbnis, geraten zunehmend in Vergessenheit. Diesen Wandel des Alltagslebens halten die Interviews des Projekts MenschenLeben fest.

Karl Walchensteier ist Schuster und beschreibt in Vergessenheit geratene Techniken wie „Vorschuachen“ und „Belegtscherfel z‘reissen“.
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Maria Steinhauser erzählt von Totenritualen und der Aufbahrung im Wohnhaus.
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Annemarie Indinger erklärt, was „Verspengen“ ist.
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