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Gewalt in Familie und Schule

Gewalt im Umgang mit Kindern ist weithin geächtet. Wer "einer gesunden Watschn" das Wort redet, erntet Entrüstung und Rücktrittsforderungen. Doch diese Einstellung zur Gewaltfreiheit in der Erziehung ist noch gar nicht alt. Noch 1988 erklärte der Deutsche Bundesgerichtshof "eine gelegentliche Tracht Prügel" für zulässig.

Gewalt in der Erziehung war früher nicht nur üblich, sondern auch rechtens. "Wer nicht hören will, muss fühlen", lautete die Devise von manchen Erwachsenen. Welche Auswirkung Gewalt – ob physisch oder psychisch – auf das Leben eines Kindes haben könnte, darüber machte man sich wenig Gedanken. Man lebte autoritäre Erziehung und führte keine langen Diskussionen. Interviewpartnerinnen und Interviewpartner im Projekt MenschenLeben berichten von Gewalterfahrungen in der Familie und Schule.

Kindererziehung 1935
Ein Schuldirektor züchtigte seine Schüler mit Schlägen seiner "Spanischen".
1:01
Tilmann Schleicher erzählt von erniedrigenden Maßnahmen des Kindermädchens.
1:09