Ausstellungen
  • Wissenschaft als Film
  • Exil
  • Wissenschaftsgeschichte(n)
  • Präsidenten und Kanzler
  • MenschenLeben – Oral History
  • Literatur
  • Radio Hören
  • Hermann Leopoldi
  • Historische Töne
  • United States Information Agency

Das Ende des Lager-Denkens in der Politik

Mit dem Abtreten von Bruno Kreisky von der politischen Bühne begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Zweiten Republik. Erstmals gab es eine Kleine Koalition zwischen der SPÖ unter Bundeskanzler Fred Sinowatz und der FPÖ unter Norbert Steger.

Das Ende dieses "Experimentes" kam mit dem neuen FPÖ-Vorsitzenden Jörg Haider im Jahr 1986. Bundeskanzler Sinowatz war bereits nach dem Wahlsieg von Kurt Waldheim zurückgetreten und der neue Kanzler, Franz Vranitzky, beendete die Zusammenarbeit zwischen SPÖ und FPÖ. Eine in Österrreich wohl bekannte Regierungsform feierte ein Comeback die Große Koalition. SPÖ und ÖVP regierten nun unter den Bundeskanzlern Franz Vranitzky und Viktor Klima (von 1997 bis 2000) gemeinsam.

Das Jahr 2000 sah wiederum eine in Österreich noch nicht dagewesene Regierung eine Koalition zwischen FPÖ und ÖVP. Bundeskanzler Wolfang Schüssel regierte das Land mit der FPÖ bis 2005. In diesem Jahr spaltete Jörg Haider die FPÖ seine neue Partei war das BZÖ. ÖVP und BZÖ regierten noch bis zu den Wahlen 2006. Diese brachten eine relative Mehrheit für die SPÖ und unter Bundeskanzler Alfred Gusenbauer wurde wiederum eine Große Koalition mit der ÖVP gebildet. Die Koalition hält seither, allerdings ist seit 2008 Werner Feymann Bundeskanzler von Österreich.

Eine weitere politische Kraft ist in Österreich seit den Nationalratswahlen von 1986 im Parlament vertreten. Die Grünen, deren Wurzeln in der Friedens- und Umweltbewegung der 70er- und frühen 80er-Jahre liegen, konnten sich dauerhaft in der politischen Landschaft Österreichs positionieren. Seit 1986 gelang ihnen bei jeder Nationalratswahl der Einzug ins Parlament.